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Wie Harvard Business Review LinkedIn zu ihrem stärksten Social-Media-Kanal machte

Insights: Harvard Business Review verfügt über 13 Millionen Follower auf LinkedIn. Wie der Titel das geschafft hat, erklärt Faisal Kalim.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel von Faisal Kalim, der sich mit der Strategie der Harvard Business Review auf LinkedIn beschäftigt, wurde ursprünglich auf „What’s New in Publishing“ veröffentlicht.

Die Harvard Business Review hat 13 Millionen Follower auf LinkedIn, die durch den Austausch aktueller Nachrichten und die Kuratierung archivierter Inhalte aufgebaut wurden. Der Erfolg von HBR auf LinkedIn ist so groß, dass das Unternehmen einen eigenen TV-Kanal auf der Plattform gestartet hat.

In der Sendung „The New World of Work“ befragt der Chefredakteur des HBR, Adi Ignatius, hochrangige Führungskräfte dazu, wie sie die Zukunft der Arbeit sehen – und wie sich ihre Unternehmen den Herausforderungen einer post-pandemischen Arbeitswelt stellen.

Im ersten Interview sprach Microsoft-CEO Satya Nadella darüber, wie die Arbeit der Zukunft aussehen wird, und zwar im Hinblick auf das Recruitment von Talente, die nächste Generation der Office-Technologie und die Anforderungen an Führungskräfte. Das nächste Interview wurde mit der ehemaligen PepsiCo-CEO Indra Nooyi geführt. Sanofi-CEO Paul Hudson erschien am 10. November.

Microsoft CEO Satya Nadella über “The New World of Work”

Dieses ehrgeizige Projekt ist das Ergebnis des beträchtlichen Interesses und des Wachstums, das HBR auf der Plattform verzeichnen konnte. LinkedIn ist ein „riesiger Kanal“ für den Publisher. Seine 2010 gegründete LinkedIn-Gruppe hat derzeit 2 Mio. Mitglieder (plus der 13 Mio., die die Seite verfolgen).

Die größte strategische Veränderung

Kelsey Gripenstraw, Audience Engagement Editor bei HBR, erklärt gegenüber WNIP, dass die wichtigste Wachstumsstrategie auf der Plattform darin besteht, eine Mischung aus aktuellen und archivierten Inhalten zu veröffentlichen und wichtige Erkenntnisse oder Statistiken hervorzuheben.

HBR lässt Redakteure und Autoren ihre Inhalte und Projekte über ihre eigenen Profile teilen. Diese Beiträge werden genutzt, um Diskussionen über verschiedene Themen anzustoßen und der Community die Möglichkeit zu geben, direkt mit den Menschen hinter HBR zu kommunizieren.

„Wir nutzen die Plattform, um den Lesern mit den wichtigsten Informationen zu versorgen“, erklärt sie. „Auch wenn sich die Leute nicht durch alle Artikel klicken. Unabhängig vom Engagementgrad kann also jeder Leser etwas Neues finden.“

Die größte strategische Veränderung war die Betonung des HBR-Archivs. Ich habe eine umfangreiche Archivliste mit HBR-Klassikern und Artikeln zusammengestellt, die sowohl in Bezug auf den Traffic als auch auf die soziale Engagement der User sehr erfolgreich waren. Wir stellen dieses Archiv auf LinkedIn zur Verfügung, zusätzlich zu neuen tagesaktuellen Artikeln und handverlesenen News, die uns zum jeweiligen Zeitpunkt relevant erscheinen.

sagt Kelsey Gripenstraw, Audience Engagement Editor, HBR

„Unser Erfolg … hat viel mit Relevanz und Aktualität zu tun“

Der Verlag experimentiert ständig mit neuen Projekten, wie z. B. „The New World of Work“. Nicht alle sind erfolgreich – ein Twitter-ähnlicher Chat auf LinkedIn, wurde von den Usern nicht angenommen.

„Es ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit“, sagt Gripenstraw. „In der Redaktion haben wir ein zweiköpfiges Audience-Team, das sich stark auf LinkedIn konzentriert, und im Laufe der Jahre haben wechselnde Redakteure an unterschiedlichsten Projekten mitgearbeitet.“

Posts erscheinen Tag und Nacht. Das ist wichtig, da das HBR ein globales Publikum bedient und 41 % seiner Auflage außerhalb der USA verkauft. Der Kanal wird täglich aktualisiert und das Team stellt für große Live-Events wie LinkedIn Live zur Verfügung.

„Fokussieren Sie sich darauf, Ihr Publikum zu verstehen, und heben Sie hervor, was Ihrer Meinung nach am meisten Interesse generiert“, empfiehlt Gripenstraw Publishern, die die Anzahl ihrer User auf der Plattform vergrößern wollen.

„Finden Sie die Perlen in Ihren Inhalten und konzentrieren Sie Ihre LinkedIn-Posts darauf. Es geht vor allem um relevanten Content – das ist wonach die Leute auf der Plattform suchen. Unser Erfolg hat sehr viel mit Relevanz und Aktualität zu tun.“

sagt Kelsey Gripenstraw, Audience Engagement Editor, HBR

Foto: Emily Karakis auf Unsplash


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